WDF * IDF

Was steckt hinter WDF*IDF?

WDF*IDF bezeichnet abkürzend ein Analyseverfahren für Webseiten und ihre textlichen Inhalte im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung. Das Verfahren nimmt eine Bewertung von Texten und den in ihnen auftauchenden Wörtern vor und erstellt für diese ein vektorielles Modell. Wie bei anderen SEO Verfahren werden ausschließlich sinngebende Wörter und Terme in der Analyse eingesetzt, Füll- und Stoppwörter werden nicht berücksichtigt. Die Grundlagen des Verfahrens reichen bis zur Informationstechnologie der 1970er Jahre zurück, gewinnen jedoch erst seit wenigen Jahren in der modernen Suchmaschinenoptimierung eine steigende Bedeutung. In einem fortlaufenden Prozess ersetzt die WDF*IDF Analyse die Bewertung von Texten im Internet anhand der klassischen Keyworddichte.
Grundlegendes zur Keyworddichte und Relevanz von Webseiten
Keywords besitzen bei der Analyse von Webseiten durch Suchmaschinen wie Google seit jeher eine große Relevanz, alleine über die Keyworddichte lässt sich die Qualität und Wichtigkeit einer Webseite nicht herleiten. Gerade wenn der Text einer Webseite verschiedene Keywords häufiger verwendet als konkurrierende Angebote, darf von der Hoffnung auf SEO Effekte ohne wirklichen Nutzen für den einzelnen Webseitenbesucher ausgegangen werden. Suchalgorithmen bei Google & Co. führen deshalb von der reinen Anzahl bestimmte Keywords und ihrer Dichte im jeweiligen Textdokument fort und stellen die Texte anderen Webangeboten mit ähnlichen Keywords qualitativ gegenüber.

Die Schlüsselbegriffe WDF und IDF im Profil

Der Begriff WDF steht für Within Document Frequency und gibt als Faktor an, wie häufig ein gewisses Keyword in einem Text zu finden ist. Die Häufigkeit wird in Relation zur Länge des Textes gesetzt und logarithmisch abgedämpft. IDF steht für Inverse Document Frequency und bewertet das Dokument in Relation zur Gesamtheit an Dokumenten, die ebenfalls über das entsprechende Keyword verfügen. Konkret wird der vorhandene Text anderen Webangeboten gegenübergestellt, die mit ähnlichen Keywords arbeiten. Keywords im eigenen Text gelangen durch den Faktor WDF*IDF primär dann zur Relevanz für Abfragen durch Suchmaschinen, falls diese Keywords nicht häufig in konkurrierenden Angeboten zu finden sind.

Besonderheiten und Einschränkungen der WDF*IDF Analyse

Aufgrund des Rechenaufwandes kann ein analysierter Text nicht allen Dokumenten im Internet gegenübergestellt werden, die thematisch ähnlich gelagerte Keywords behandeln. Eine softwarebasierte Analyse nutzt daher vorrangig ein kleineres Spektrum an Webseiten, z. B. Texte in den führenden Google Positionen für entsprechende Suchanfragen. Zudem lässt sich wie bei der bisherigen Suchmaschinenoptimierung die Relevanz einzelner Terme und Wörter steigern, indem diese prioritär dargestellt werden. Dies kann beispielsweise über die Einbindung in Überschriften oder Aufzählungen erfolgen, die nach einer erfolgreichen Analyse gezielt auf besonders relevante Terme hin zu optimieren sind.

WDF*IDF und ihre Anwendung in der Suchmaschinenoptimierung

Das Analyseverfahren ist zu einem unerlässlichen Bestandteil der zeitgemäßen SEO geworden, ohne dass deshalb eine komplette Loslösung von der Keyworddichte stattgefunden hat. Auch wenn die Relevanz eigener Suchbegriffe sinkt, sofern diese in allen Webangeboten der Konkurrenz zu finden sind, darf im Umkehrschluss nicht gänzlich auf sie verzichtet werden. Zudem gilt wie bei der klassischen SEO, dass die Optimierung von Texten einer Webseite lediglich einen Bestandteil einer komplexen Kampagne im Onlinemarketing darstellt. Neben den optimierten Texten kommt es ebenso auf eine ansprechende Präsentation, den Aufbau eines tragfähigen Backlinkings und weitere Faktoren an.

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